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4/6/2015  
Imam Reza

 
Imam Reza

Auserlesene Worte von Imam Reza (Friede sei mit ihm)
“Der Verstand ist der Freund eines jeden, und Unwissenheit sein Feind.”
“Wer gegenüber einem Wohltätigen Allahs nicht dankbar ist, ist Allah dem Erhabenen nicht dankbar gewesen.”
Übersetzung: Laut Imam Reza (Friede sei mit ihm) sagte der geehrte Prophet des Islam (s): „Der Teufel hat immer Angst vor demjenigen, der regelmäßig betet, bis zu dem Zeitpunkt, wo er es vernachlässigt. Zu diesem Zeitpunkt herrscht der Teufel über ihn und stürtzt ihn in Sünden.“
Übersetzung: Laut Imam Reza (Friede sei mit ihm) sagte der geehrte Prophet des Islam (s): „Die geehrte Familie des Propheten im Vergleich zu euch ist wie das Schiff von Noah. Jeder der in das Schiff einstieg wurde gerettet und jeder der dagegen verstoß, ertrank und fiel ins Feuer.“
Übersetzung: Laut Imam Reza (Friede sei mit ihm) sagte der geehrte Prophet des Islam (s): „Sechs Dinge gehören zur Männlichkeit und Menschlichkeit, drei Dinge die man tun muss und drei Dinge auf der Reise. Zuerst die Dinge die man tun muss: erstens: Das Lesen des heiligen Buches (Koran), zweitens: Bauen von Moscheen und drittens: Freundschaften auf Gottes Weg knüpfen. Nun die drei Dinge, die auf der Reise sein müssen: erstens: Spenden des Proviants, zweitens: Freundlichkeit und drittens: Erzählen von nicht sündigen Witzen.
Übersetzung: Laut Imam Reza (Friede sei mit ihm) sagte der geehrte Prophet des Islam (s): „Gott sagte: Oh Sohn des Adams! Du bist nicht gerecht mit mir umgegangen, Ich habe dir Gaben verliehen und mich mit dir angefreundet und du bisz ungehorsam und begehst Sünden und befeindest dich mit mir. Ich habe dir Gutes getan und du hast alles Schlechte zu mir gesandt. Jeden Tag und jede Nacht berichtet mein Engel mir von deinen schlechten Taten. Oh Sohn des Adams, wenn jemand erzählen würde, dass jemand deine Taten begeht, würdest du dich mit ihm anfeinden.
Übersetzung: Laut Imam Reza (Friede sei mit ihm) sagte der geehrte Prophet des Islam (s): “Wer seinen muslimischen Glaubensbruder belügt, betrügt oder ihm einen Schaden zufügt, gehört nicht zu uns.”
Übersetzung: Laut Imam Reza (Friede sei mit ihm) sagte der geehrte Prophet des Islam (s): „Gott der Barmherzige sagte zu Adams Sohn: „Oh Sohn des Adam! Die Sünde der anderen darf dich nicht von deinen eigenen Sünden ablenken und die Gaben Gottes an andere, darf dich nicht von den Gaben, die Gott dir gegeben hat ahnungslos machen und enttäusche die Menschen nicht von Gottes Barmherzigkeit, wenn du selbst Hoffnung hast.
Das soziale Leben von Imam Reza (Friede sei mit ihm)
Die Lebenszeit von Imam Reza war die Blütezeit der Verbundenheit der Menschen mit der geehrten Familie des Propheten und Verbreitung der Anhänger dieser Familie.
Wie wir wissen, hatte der Imam zahlreiche Anhänger und in der selben Stadt, in der Mamun mit Gewalt herrschte, liebten und akzeptierten ihn die Menschen. Die Geschichte zeugt dafür, dass in diser Zeit die Anhänger des Imam aus wissenschaftlicher und sozialer Sicht große Fortschritte machten. In dieser Zeit, übernahm Imam Reza (Friede sei mit ihm) die Herrschaft. Wir können zwar die Aktivitäten in der Herrschaft von Harun und Mamun voneinander trennen und für jede Herrschaftszeit verschiedene Eigenschaften nennen, aber wenn wir alle Eigenschaften dieser Zeit betrachten, sehen wir, dass in der Zeit des achten Imams Imam Reza (Friede sei mit ihm) die beste Zeit war und die Schiiten sind überall verbreitet und es gibt viel Möglichkeiten, die zur Machtbefugnis des islamischen Rechtsgelehrten führten. In der Herrschaftszeit von Harun, hat der Imam zurückhaltend gelebt. Das heisst er hat sich bemüht, sich angagiert und war aktiv, aber verhielt sich zurückhaltend und deskret. Wenn z.b. Dabal Khazaei über Imam Reza sprachen in der Zeit der Machtbefugnis des islamischen Rechtsgelehrten, war es nicht umsonst. In einer Gesellschaft, in der Dabal Khazaei oder Ibrahim bin Abbas, die die Lobredner von Imam Reza waren, oder viele andere, zeugte dies dafür dass diese Gesellschaft vom Propheten des Islam geprägt war. Das was in der Herrschaftszeit von Imam Reza geschah, zeigte , dass die Menschen ihn und die geehrte Familie des Propheten liebten. Dies führte dazu, dass Imam Reza (Friede sei mit ihm) zur Machtbefungis kam. Die schlechte Herrschaftszeit von Amin und Mamun half dem Imam die Prophezeiung zu machen, sich zu bemühen und sich doppelt so viel anzustrengen. Zu dieser Zeit entstand die Möglichkeit für die Schiiten, mit ihm in Verbindung zu treten und von seinen Anweisungen zu profitieren. Der Imam hatte einzigartige Eigenschaften und seine Verhaltensweisen führten dazu, dass er in vielen islamischen Ländern bekannt wurde. Einmal, als der Imam über seine Machtbefugnis sprach, sagte er zu Mamun: „Diese Machtbefugnis hat nichts zu den Gaben, die Gott mir gab, hinzugefügt. Ich war davor in Medina und von dort aus wurden meine Befehle ausgeführt und manchmal saß ich auf meinem Esel und ging durch die Straßen Medinas, obwohl ich am beliebtesten war in dieser Stadt.“
Hier sollten wir die Worte Ibn Munes, des Feindes des Imams bringen der sagte: „Oh Prophet, die Person, die an deiner Seite ist, ist ein Götze.“
In dieser Situation nachdem Imam Reza nach seinem Vater die Herrschaft übernahm, reiste er in der islamischen Welt herrum. Seine erste Reise war von Medina nach Basra, damit er seine Anhänger von der Nähe sieht und mit ihnen über alles spricht. Es war seine Angewohnheit, dass er vor seinem Eintritt in eine Stadt, einen Vertreter in dieses Gebiet schickte, damit die Menschen über seine Anreise informiert wurden und ihn willkommen heissen. Vor einer großen Anzahl von Menschen sprach er über Imame und über seine Herrschaft. Er bat sie dann fragen zu stellen, die er beantwortete in verschiedenen islamischen Bereichen. Dann wollte er Wissenschaftler und Menschen, die debattieren können und sogar nichtmuslimischen Wissenschaftlern zusammenkommen und mit ihnen in jedem Bereich zu sprechen. Die Väter von Imam Reza erledigten ihre Aufgaben nicht auffällig. Sie gingen nicht persönlich auf Reisen, damit sie mit ihren Anhängern so gut wie möglich in Kontakt treten konnten. In der Herrschaftszeit von Imam Reza (Friede sei mit ihm) war das etwas natürliches, da die Anzahl der Anhänger zugenommen hatte und der Einfluss der Lehren Imam Alis (Friede sei mit ihm) steigte. Nachdem Imam Reza die Imamat übernahm, bemühte er sich darum mehr Anhänger zu bekommen, aber trotz jeglichen Fortschritten und vielen Anhängern, wusste der Imam genau und man konnte es an der gesellschaftlichen Lage erkennen, dass die Bewegung Imam Alis nicht in der Lage ist, die Herrschaft zu übernehmen. Er wurde zwar unterstützt, aber es reichte nicht aus für die Herrschaft von Imam Reza. Sie hatten mit dem Imam eine komplizierte gedankliche Beziehung und er war ein Held für sie. Diese starken Gefühle waren ein Stützpunkt für das Volk der Abbasiden. Seine Anhänger waren aber nicht dazu geeignet, um die Herrschaft zu übernehmen und politische Macht zu erlangen. Imam (Friede sei mit ihm) bereitete sich in dieser Phase darauf vor, die Herrschaft zu übernehmen, aber nicht auf die Weise der Herrschaft von Mamun.
Das ist ein Bild von der Herrschaft von Imam Reza, die aus zwei wichtigen Geschehnissen besteht undzwar die Machtbefugnis des islamischen Rechtsgelehrten und der Vorschlag zur Herrschaftsübergabe von Mamun. Man kann sagen, dass die Spannungen zu dieser Zeit, vor einigen Jahrzehnten übrig geblieben war, als die Herrscher der Abbasiden-Dynastie alles taten, was sie wollten. Sie haben sogar manchmal heimlich gegen die Alawiden-Dynastie Intrigen begannen und die Schätze aus der Hand des Dynastieoberhauptes gestohlen. Die Abbasiden-Dynastie missbrauchte den Namen Mohammads Familie und da ihre Art Werbung zu machen der Familie von Ali ähnlich war, sagten sie in Gebieten entfernt von Hidschas, sie würden den Weg von der Familie von Ali fortsetzen. Sie zogen schwarze Kleidung an und sagten: „Diese schwarze Kleidung ist zur Trauer der Märtyrer von Kerbela und Zeyd und Yahya.“ Sogar einige ihrer Oberhäupter dachten, sie würden für die Familie von Ali arbeiten. Auf der anderen Seite wussten von Beginn ihrer Herrschaft schon, wie starke der Einfluss der Alawian ist und fürchteten sich davor.
Die strengen Gesetze, die seit Beginn der Abbasiden-Herrschaft bestand, zeugte für diese Angst. Als Mansur in den Krieg gegen Mohammad bin Abdullah und seinem Bruder Ibrahim (von den Alawiden) ging, schlief er nachts nicht und als ihm zwei Dienerinnen gebracht wurden, schickte er sie fort und sagte: „Heute ist nicht Tag der Frauen und ich habe nichts mit ihnen zutun, bis klar wird, dass meine Kopf Ibrahim oder sein Kopf mir gehören wird.“
In diesen Kriegen hatte er sein Gewand 50 Tage lang am Leibe und vor Trauer konnte er nicht sprechen. Diese Sorgen gingen nach der Zeit von Mansur weiter und Mahdi und Harun waren noch besorgter als Mansur. Nach diesen beiden kam Mamun an die Reihe. In der Zeit von Mamun wurde alles komplizierter und schwieriger. In der ganzen islamischen Welt und den großen Städten kam es zur Rebellion und Mamun wusste nicht wie er das Problem lösen sollte. Er sah, dass sein Schicksaal und das Schicksaal seiner Herrschaft in Gefahr ist, was ihn sehr unruhig machte. Mamun war sehr klug, intelligent, hatte einzigartige Taktiken, hatte großen Mut und war sehr ernst. Dies alles führte dazu, dass er sich etwas Neues einfallen ließ und den achten Imam mit einer großen Erfahrung gegenüberstellte. Er sprach über die Herrschaft, aber die Initiativen des Imams hielten ihn auf.
Die spirituelle Persönlichkeit von Imam Reza (Friede sei mit ihm)
Die Untersuchung der spirituellen, wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und ethischen Dimension der Persönlichkeit von Imam Reza ist sehr wichtig. Die Menschen verehrten sein Wissen und seine Reden und Diskussionen und sie strengten sich an, mehr über das Wissen des Imams zu erfahren.
Das Wissen der Imame und deren gesellschaftliche und politische Persönlichkeit waren von ihrem spirituellen Geist geprägt, und sie lernten alles von ihm und deren Verhalten verlieh ihm Wertschätzung. Deshalb ist die Analyse dieses Bereiches vom Leben des Imams sehr wichtig. Die Anzeichen der Gottgehorsamkeit in den historischen Widergaben ist wie folgt aufgelistet worden:
- Nachts schlief er wenig und betete
- An den meisten Tagen fastete er, insbesondere an den ersten, mittleren und letzten Tagen des Monats und sagte: „Wenn jemand an diesen Tagen fastet, ist er wie jemand, der sein ganzes Leben lang gefastet hat.
- Seine Niederwerfungen vor Gott waren so lang, bis die Sonne aufging.
Er lass den Koran und war sehr mit diesem Buch verbunden. Jede Frage beantwortete er mit den Worten des Korans. Seine Beispiele waren alle aus dem Koran.
- Auch wenn er zu Bett ging dachte er an Gott und seine Worte.
- Wenn er im Koran über die Hölle und Gottesstrafen lass, musste er weinen und sich an Gott wenden.
- Er verrichtete das Gebet zu früher Stunde. An den Tagen an denen er fastete, betete er vor dem Iftar.
- Alle Gebet insbesondere das Nachtgebet verrichtete er sogar auf Reisen und mitten in der Nacht stand er auf, machte die Gebetswaschung, putzte sich die Zähne, betete und jede Nacht niederwarf er sich bis zum Morgengrauen vor Gott.
- Er sagte das Dhikr
- Er hatte große Furcht vor Gott
- Auch außer den Gebetsstunden, sprach er zu Gott
- Die meiste Zeit betete er
- Raja bin Zahak wurde dazu auserkoren, den Imam bis nach Medina zu begleiten, Der Kalif befahl ihm, die ganze Zeit bei ihm zu sein. Am Ende der Reise sagte er folgendes: „Ich schwöre bei Gott, der tugendhafter ist als er und an Gott denkt und sich vor ihm fürchtet.“
Das Verrichten des Gebets durch Imam Reza (Friede sei mit ihm) war keine Zurückgezogenheit und es war kein Vorwand dafür, die gesellschaftlichen Verantwortungen und Wahrheiten des Lebens fallen zu lassen, sondern dieser geehrte Persönlichkeit, war ein konstruktiver, frommer Mensch, der immer auf dem wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Stand ist.
Das politische Leben Imam Rezas (a)
Der geehrte Imam Reza (a) lebte zu der Herrschaft einer Anzahl von Abbasiden-Kalifen. Jedoch kam es nur in der Herrschaft von Mamun zu einigen Spannungen, was den Imam gezwungen hatte, seine Stellungnahme zu verteidigen. Zehn Jahre von seiner Imamatzeit fiel mit der Kalifenzeit von Haroun zusammen. Zwischen Haroun und dem Imam Reza gab es keine Konflikte, weil Haroun schwer mit den Krisen in der Regierung konfrontiert war.
Haroun war über die Zukunft besorgt
Haroun dachte in seinen letzten Lebesjahren an das Kalifat der Abassiden und dessen Zukunft. Deswegen nannte er seinen Sohn Muhammad-Amin, als er lediglich 5 Jahre alt war, im Jahre 791 n.Ch. als seinen Nachfolger. Sieben Jahre später stellte er Abdullah-Mamun als Nachfolger Amins vor, um die Säulen seiner Regierung zu stärken. Haroun reiste im Jahre 802 n.Ch. zusmmen mit seinen Kindern: Amin, Mamun und Mutamin nach Mekka. Dort unterzeichneten Amin und Mamun ein Abkommen im Beisammensein von politischen Regierungskräften Haroun dann hing ein Exemplar vom Abkommen an die Wand der Kaba. Laut diesem Abkommen stellte Haroun seine beide Söhne als die nachfolgende Kalifen vor und die beiden Söhne wurden beaufragt, sich an ihrem Versprechen einzuhalte. Dann befahl Haroun, dass den Abkommeninhalt vor Pilger in der Hadschzeit vorgelesen wird, damit die Kalifen kundgegeben werden.
Nach dieser Maßnahme verteilte Haroun Geschenke unter Bewohner von Medina. Dann wurde der große islamische Reich an dem besagten Tag unter Amin, Mamun und Mutamin verteilt. Das weiß jeder aus Erfahrung: Dass wenn ein Land mit Gier, Tyrannei und Sünden regiert wird, werden alle Werte missachtet. Harouns „kluge“ Maßnahmen und Entscheidungen zu einer Einigung zwischen Mamun und Amin scheiterten und die beiden Brüder wurden kurz danach ihre Feinde.
Harouns Tode und dessen Folgen
Schließlich verstarb Haroun im Jahre 808 n.Ch. in Touss. Kurz danach kam es zu Konflikten zwischen beiden Brüdern. Haroun deutete mehrmals auf das unfruchtbare Land und jetzt verfolgten seine beiden Söhne seine alte Politik. Die Auseinandersetzungen zwischen beiden Brüdern, geführt von „Anderen“ veranlasste Mamun zur Enthronung Amins, damit er der nächste Kalif des Islamischen Reiches werde, weil er beeinflusst von seinem Vater nicht einfach das Kalifat aus der Hand geben konnte. Deswegen entschied er sich für eine Maßnahme, und zwar ein Feldzug..
Eine Armee aus Chorasan und eine aus Bagdad machen sich auf dem Weg zur Stadt „Rey“ und bei diesem Krieg verlor unerwartet die Armee von Amin. Bei einem anderen Anschlag gingen die Anhänger von Mamun zur Bagdad und setzten Amin unter druck. Amin verlangte von „Taher“, seinem Armeechef, einen Brief gerichtet an Mamum zu schreiben und dabei Mamun um Huld zu bitten. Amin sagte: „Wenn mir mein Bruder verziehe, sei es akzeptabel, weil er barmherzig ist.. Falls er auch mich umbringe, sei es auch keine Schande..nämlich, ein Tapfer ermordert einen anderen Tapfer und ein Schwert wird durch das ein anderes Schwert zerschlagen.. Natürlich ist es mir lieber von den Wildtieren zerstückt zu werden als von einem Hunden gerettet zu werden.“
Das Schicksal von Amin
Der Chef der Armee von Mamun legte keinen Wert auf die Forderungen Amins und verhaftete ihn. Daraufhin wurde Amin bei einem Anschlag von mehreren Bewaffneten Männern umgebracht. So begann die Herrschaft von Mamun auf das islamische Reich insbesondere auf Bagdad. Obwohl Mamun siegte, aber erwartete ihn ohne Zweifel eine schwierige Zeit..Aus der Sicht der Abassiden war Amin der gesetzliche Kalif nach Haroun und sie gehorchten nur ihm. Außerdem war Amin privilegierter, weil er der Sohn von „Subeide“ war und diese Frau genoss einen guten Ruf und war eine würdige Frau. Deshalb konnte der militärische Marsch Mamuns nicht von der Bevölkerung unterstützt werden.
Als dem Mamun der Haupt von Amin gebracht wurde, sagte der Wesir von Mamun, Fasl ibn Sahl, der eigentlich beim Krieg in Bagdad eine wichtige Rolle gespielt hatte: „Nun sind alle gegen uns..mit ihren Zungen und ihren Schwerten..“ Mamun sagte, als er dies hörte: „Nun musst du dich um eine Lösung kümmern.“
Mamun antwortete auf den Brief von Subeide –die Mutter von Amin- wie folgt: „Ich wiederhole genau das, was Ali ibn Abi Talib über den Mord von Utman sagte, nämlich, ``Bei Gott! Ich habe ihn nicht getötet``, so.. Ich schwöre auch, ich habe meinen Bruder Amin nicht umgebracht! Nichts habe ich befohlen und war ich auch überhaupt nicht mit seiner Ermordung einverstanden!“
Mamuns Kalifat
Mamun wurde am 15. Rabi ul Awal 786 n.Ch. in der Stadt Yasseria geboren. Seine Mutter war eine der Dienerinnen Harouns, namens „Miradschil“ aus „Badqis“. Mamun regierte zu der Kalifenzeit seines Bruders Amin, den östlichen Teil des Islamischen Reiches. Nach dem Tode Amins begann dann seine Vollherschaft im Jahre 813 n.Ch.. Zusammengerechnet betrüg seine Kalifendauer über 20 Jahre.
Die Merkmale von Mamun
Mamun ist der siebte Kalif der Abassiden und besaß im Vergleich zu seinem Bruder und anderen Abassiden-Kalifen besondere Merkmale. Hier zu einigen Meinungen:
- Siouti schreibt zu seiner Beschreibung: „Mamun hatte bezüglich der Weitsicht, starkem Wille, Geduld, Wissen, Klugheit, Kühnheit und Tapferkeit Vorrang vor anderen Kalifen der Abassiden.“
- Ahmad Amin Messri schreibt: „Mamun nahm an verschiedenen Tanzzeremonien teil und zugleich zeigte er eine große Interesse für Bücher, Philosophie sowie wissenschaftlichen Diskussionen..“
- Ibn Nadim bezeichnet Mamun als „Der weiste Kalif in Sachen Fiqh“. Er war ein kluger Mann und hatte ein rätselhaftes Gesicht. Einerseits tadelte er Muslime wegen Vernachlässigung der Gebetsrituale und warnte er sie vor Strafen im Jenseits, andererseits war er total mit diesseitigen Vergnügen beschäftigt.. Er war einmal ein wahrer Schiit und an dem kommenden Tag war er völlig anders und verteidigte sogar den Islamfeinde wie zum Beispiel: Hudschadsch ibn Yusuf..
Weil eine gute Kenntnis von der politischen Lage der Zeit Imam Rezas (a) eng im Zusammenhang mit den Merkmalen der Kalifen steht, lesen wir in diesem Sine weiter:
Mamun und Schwierigkeiten des Kalifats
Das erste Problem war die Erzielung einer Verständigung aller landesweit über seine Macht, was nicht der Fall war. Leute waren nämlich im Grunde gegen seine Herrschaft. Die Bevölkerung in Bagdad, Kufa, Medina, Mekka, Bassra waren gegen ihn. Weil die muslimische Bevölkerung, wenn sie Schiiten oder Alawiten gewesen wären, waren im Grunde gegen die Herrschaft der Abassiden, und wenn sie zu Abassiden gehört hätten, beschuldigten ihn des Mordes Amins und konnten den Mord nicht vergessen und ihm nicht verzeihen.
Das zweite Problem, mit dem Mamun konfrontiert war, waren die landesweite Unruhen, insbesondere einige einflussreiche Rebellen.
Die rebellierten waren: in Mekka, Muhammad ibn Dschafar- bekannt für Dibadsch-; in Medina, Muhammad ibn Ismaeil ibn Dawoud; in Wassit, Dschafar ibn Muhammad; in Madaen, Muhammad ibn Ismael; in Kufa, Abu Suraya... Überall waren Rebellionen zu sehen und diese waren eine ernste Gefahr für die Herrschaft von Abassiden, insbesondere für Mamun..
Das dritte Problem, worüber sich Mamun große Sorgen machte, war die Präsenz einer hervorragenden Persönlichkeit, nämlich Ali ibn Mussa al-Reza. Es wird gesagt, dass Mamun am meiseten über die politische, soziale sowie religiöse Rolle Imams besorgt war, als sich vor jede andere Revoution zu befürchten. Allerdings musste diese Unruhen irgendwie beseitigt werden. Er musste den Tod seines Bruders wieder gutmachen und sich einen guten Ruf zu schaffen. Er wollte sich ebenso von der Gefahr des Imams befreien. Eine der Lösungen, die ihm einfiel, war die Veranstaltung wissenschaftlicher Sitzungen. Dies reichte aber nicht.. Mamun entschied sich, nachdem er sich von seinem Wesir beraten ließ, eine neue Idee vorzustellen, und die Liebe der Bevölkerung zur Religion und zu den Unheilbaren auszunutzen. Die neue Politik Mamuns war die Äußerung seiner Liebe zum Propheten, obwohl er die Prophetennachfolger nicht mochte und war der Meinung, die Politik Muawias sei lediglich richtig; Er tat, was er wollte, egal ob es den anderen nicht gefallen hatte. Sein zweiseitiges Verhalten beruhte auf seine Politik..
Alle Kalifen der Abassiden-Dynastie, insbesondere Mamun behaupteten, sie seien der Führer des Islamischen Reiches, und rechtfertigten ihre Politik mit der Ausrede, sie stammen aus islamischen Lehren. Sie verlangten von Leuten die bedingungslose Befolgung..Sie dachten nämlich, sie seien „Ul ul Amr“ (d.h. deren Befolgung von Gott auf Muslime bestimmt wurde).
Mamun sagt Gutes über Imam Ali (a)
Mamun nennt in einem Brief gerichtet an Bewohner Bagdads als Antwort auf Abassiden einige gute Merkmale Imam Alis (a). Zu denen gehören:
- Unterstützung des Propheten (s) in jeder Gelegenheit
- Opferbereitschaft für den Propheten, z.B. in der Leilatul Mobit-Nacht
- Sein Vorrang auf dem Kriegsfeld zur Bekämpfung der Muschrikin (Gottesleugner)
- Sein Vorrang in Koranwissenschaften und göttlichen Gesetzen
- Auszeichnung als „Wali“ -Nachfolger des Prppheten- in Qadir Chum
- Sein Haus führte zur Moschee des Propheten, obwohl alle anderen Haustüre zu der Moschee aus Prophetenbefehl geschlossen waren
- Die Eroberung von „Chaibar“
- Einzigartigsein im Ahsab-Gefecht sowie die Ermordung von „Amr ibn Abduwad“
- Bruderschaft zwischen ihm und dem Prppheten
- Heirat mit der geehrten Fatima Zahra (s), der lieben Tochter vom Propheten
- Spezielle Koranverse über ihn und seine Familie
- Seine Beisammensein mit dem Propheten in Geschehen wie „Mubahila“
Außerdem spielten Geschehnisse wie das Verhalten Mamuns mit „Alawiten“ und die Rückgabe des „Fadak“ an den Kindern Fatimas sowie die Wahl von Imam Reza als seinen Nachfolger, was bei den vorherigen Kalifen nicht vorgekommen war, eine wichtige Rolle zur Herstellung eines Schia-Bildes von Mamun bei naiven Menschen.
Das moralische Vorgehensweise Imam Rezas
Wie wir wissen, war der geehrte Prophet moralisch gesehen einzigartig, sodass Gott zu seinem Lob, ihn als jemand, der im Besitz einer schönen Moral ist, vorstellte und das Geheimnis seiner Erolge seine Tugenden nannte. Die Nachfolger des Propheten spiegelten die schönen Tugenden des Propheten wieder, sodass wenn jemand sie sah, ihre Ähnlichkeit mit dem Propheten merkte. So war auch Imam Reza (a).
Laut einem Dichter: „In ihm merkt man die Merkmale des Propheten.“
Von Imam verblieben wundervolle Zeichen und Werte, was in die Geschichte eingegangen sind. Er scheint ein makelloses Beispiel vom Propheten zu sein.
Ibrahim ibn abbas, der zu der Zeit von Imam lebte und Vieles von ihm lernte, sagt diesbezüglich: „Niemals kam es vor, dass Imam jemanden mit seinen Worten beleidige oder jemanden unterbreche. Er hatte immer die Wünsche der Bedürftigen erfüllt. Er lehnte im Publikum niemals an der Wand an und streckte seine Beine nicht aus, sprach mit seinen Dienern in einem freundlichen Ton. Er lachte nie mit lauter Stimme.“
Ibn abi Ebad, der Wesir von Mamun, sagt: „Ali ibn Moussa setzte sich im Sommer auf Matten aus Palmen und im Winter auf eine Art dicken Stoff. Wenn er alleine war hatte er raues Kleid an und bei der Öffentlichkeit bekleidete er sich ganz normal, um die Einstellung zu vermeiden, dass er vortäuscht, sehr bescheiden zu sein.“
Imam aus der Sicht der Dichter
Abu Nuas, ein bekannter Dichter zur der Imamtzeit von Imam Reza (a), der in der Literatur sehr bekannt war, konnte auch mit all seiner Fähigkeit den Imam nicht genau wie der Imam war, beschreiben. Ibn Tolon schreibt: „Manche Gefährte klagten bei Abu Nuas, warum er keine Gedichte über so eine wichtige Persönlichkeit wie Imam Raza hatte, während er über verschiedene andere Themen wie zum Beispiel über die Natur,Berge, Musik, Getränke usw. dichtete? Obwohl er gut den Imam kannte?
Abu Nuas antwortete: „Bei Gott! Seine Vervollkommnung verhinderte das. Wie kann jemand, wie ich, so eine Persönlichkeit beschreiben? Dann dichtete er wie folgt: „Verlangen Sie von mir nicht ihn zu preisen..ich bin nämlich nicht in der Lage, jemanden zu preisen, dessen Vater Gabriel bedient..“
Ihm gehört das folgende Gedicht. Er dichtete dies, als er dem Imam in Marv begegnete: „Die Unfehlbare Imame sind diejenige, die gegrüßt werden, wenn man ihren Namen nenne. Wer sein Vorvater nicht Ali (a) ist, besitze keine Macht und Würde.. Wahrlich! Ihr besitzt eine so würdige Stelle und besitzt die echten Kenntnisse des Korans..“
Ibn Sabaq Maleki schreibt ebenfalls: „Der Imam besaß hervorragende Tugenden. Er stammt aus „Haschemi-Familie“ und er kommt aus dem Hause des Propheten..“
Nach der Zeremonie der Nachfolgerwahl kam eines Tages „Abdullah ibn Mutrif ibn Haman“ zu Mamun, während der Imam auch anwesend war. Mamun fragte ibn Haman: „Was sagst du über Ali ibn Mussa?“ Ibn Haman antwortete: „Was soll ich sagen über jemanden, der ein Sohn des Propheten ist und jenseitige Wissen hat? Ist von solch einer Persönlichkeit anders zu erwarten als pure Rechtleitung und Tugend?“
Die Moral von Imam Reza in Überlieferungen
- Er kümmerte sich viel um die Bdürftigen.
- Almosen gab er besonders in dunklen Nächten, um anonym zu bleiben.
- Mit seinen Dienern aß er zusammen.
- Für ihn waren alle gleich, sowohl die Diener auch die Adelige. Nur basierend auf die Tugenden eines Menschen gab ihm der Imam Vorzüge.
- Er trug immer ein mildes Lächeln.
- Den besten Teil seines Essens gab er an Bedürftigen.
- Er kommunizierte oft mit den Armen.
- Er begleitete die Leichen zur Beerdigung .
- Wenn ein Diener beim Essen war, rief er ihn nicht zu sich.
- Niemals lachte er mit lauter Stimme.
- Für ihn war die Lösung der Probleme von Fragenden wichtiger als jene andere Handlung.
- Er saß auf Matten aus Palmen.
- Er las viel in den Koran.
- Beleidigt hatte er niemanden mit seinen Worten.
- Niemanden hatte er die Rede unterbrochen.
- Er akzeptierte möglichst die Wünsche aller Bedürftige zu erfüllen.
- Er streckte seine Beine nicht im Publikum aus.
- Er lehnte im Publikum nicht an der Wand an.
- An Gott erinnerte er immer und er sprach immer von Gott.
- Er vermied strikt jede Art Verschwendung.
- Er übernahm alle Kosten eines Reisenden, dessen Geld verloren gegangen war.
- Er versorgte den Muslimen, die fasteten, mit Speisen und Getränken.
- Er besuchte die Kranken.
- Er warf niemals seinen Speichel auf die Straßen.
- Die Gäste bediente er selber.
- Wenn die anderen beim Essen waren, ließ er nicht zu, für ihn aufzusthen, wenn er erst eingetroffen war.
- Wenn jemand ihn anredete und ihn etwas fragte, hörte er ihm gut zu.
- Parfüm trug er immer, besonders fürs Beten.
- Er legte einen großen Wert auf die Haar- und Körperreinigung und bewahrt seine Kleidung immer sauber.
- Vor dem Essen wusch er seine Hände aber trocknete er sie nicht; nachdem Essen jedoch wusch er wieder seine Hände und trocknete er sie mit einem Tuch.
- Wenn Essen übrig geblieben war, warf er das nie in den Mülleimer.
- Im Publikum aß er nie allein etwas.
- Er war sehr geduldig.
- Einem Arbeiter schenkte er immer mehr als sein Gehalt.
- Immer war er barmherzig, nett und gütig zu allen.
- Sehr bescheiden war er immer.
- Er schenkte den Bedürftigen viel und bezeichnete das als eine jenseitige Ersparnis.
Diese waren nur ein kleiner Teil seiner Tugenden..
Segensreiche Präsenz von Imam Reza (a) im Iran
Die Präsenz von Imam Reza im Neyschabour ist zweifelsohne der Wendepunkt in der Schiaa- Geschichte auf dieser Region und darauffolgend im Iran. Obwohl Mamun allerlei versuchte, um die Aktivitäten Imam Rezas sowie seine Kontakte zu den Schiiten zu verhindern, hatte sich der Imam allerlei bemüht, auf seinem Wege von Medina nach Marv, insbesondere in Neyschabour, die Lehre der Unfehlbaren aus dem Hause des Propheten des Islam (s) vorzustellen. Der Imam hat von Anfang seiner Reise nach Marv an stets versucht, Schiaa auf verschiedenen Weisen zu präsentieren. „Radscha ibn Sahak“, der zuständig war, Imam mit sich nach Marv zu bringen, sagt: „Bei seinen Niederlassungen in allen Städten kamen die Bewoher zu ihm und stellten ihm ihre religiöse Fragen. Auf seiner Reise hat er außerdem die Herkunft und der Stamm all siner Lieferungen und Hadithen, die Worte Imam Alis (s) und des Propheten Muhammad (s) genannt. Dies war die geeigneteste Methode zur Vorstellung der Schiaa sowie zur Entschärfung jener Verschwörugen , die die Schiaa nicht dem Islam zutreffend bezeichneten. Ein hervorragendes Beispiel in diesem Zusammenhang ist: Hadith-e Selselath-os –Sahab (Die Lieferung der Goldketten)...
Die Begründungen der Gegner wurden zunichte und Schiaa wurde richtig vorgestellt, als sich der Imam an Diskussionen teilnahm. Weil Mamun den Imam bloßstellen wollte, veranstaltete er solche Diskussionen mit Großdenker anderer Religionen. Aber der Imam hatte stets diese Sitzungen mit ausgezeichnetem Erfolg hinter sich gebracht. Nachdem diese Sitzungen einen Namen machten und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu sich zogen, befahl Mamun, damit Menschen sich dem Imam nicht annähern. Damit bezweckte Mamun, dass die wahre Schiaa nicht vorgestellt wird.Außerdem spielen die Briefe und Schreiben Imam Rezas bezüglich der Vorstellung des wahren Islam eine große Rolle. Diese Briefe waren an verschiedenen Personen gerichtet. Einige von denen lauten:
1.Seine Briefe im Bezug der Würde der Ahl-ul-Bait im Koran und der Sunna des Propheten sowie über die Streitpunkte zwischen den Sunniten und Schiiten wie z.B.- Die Gläubigwerdung von Abu Talib; Erklärung der wahren Bedeutung der Schiaa und über die Bedeutung von Befehlshaber (Ul-ul-Amr) im Koran.
Diese Briefe waren ein sehr wichtiger Faktor zur Verbreitung der schiitischen Denkweise und zur Stärkung der Glaubenssäulen im Iran. Der Imams Eintritt in Iran hatte das Stürmen einer Gruppe von Prophetennachfolger und Schiiten in dieses Land zur Folge. Alawiten hatten diese Gelgenheit nicht verpasst und kamen in Iran an... Der Gouverneur von Fars wurde beauftragt, ihren Zutritt zu verweigern. Der Karavanführer waren Ahmad ibn Moussa (Schahe Tscheragh) und Mohammad ibn Moussa (a). Nach einer Auseinandersetzung mit der Armee von Fars bafahlen sie ihren Gefährten , sich zu verkleiden und überall zu verstreuen, damit Mamuns Armee ihnen nicht schaden könnte. Aus diesem Grund wird es gesagt, dass die meisten von Imamzadegan (Söhne der Imame), die in verschiedenen Städten Iran bestatten sind, dem oben besagten Karavan angehören. Die Iraner nahmen diese Gruppe wegen ihrer Liebe zum Propheten und seinen Nachfolger in Schutz und halfen ihnen. Das Beisammensein von Nachfolger der Imame unter den Liebhabern von Ahl-ul-Bait führte zur Verbreitung der Schiaa-Denkweise. Zu den anderen Segen der Präsenz von Imam Reza im Iran war die Gründung der Islamschulen, an denen eine Anzahl der Gefährten und Überlieferungsexperten sowie Islamwissenschaftler um den Imam herum saßen und ihre Kenntnisse bereicherten. Scheich Toussi schätzte die Gefährten von Imam auf 317 Personen. Nachdem Dahinscheiden Imams setzten sie ihre Aktivitäten fort und Scheich Toussi selber entwickelte sich in diesem Bereich und wanderte 1017 n.Ch. nach Bagdad.
Einige Geschichten aus dem Leben Imam Rezas (a)
Das Leben Imams ist mit glänzenden und magischen Momenten erfüllt, die die Liebhauber bezaubert. Wir bieten hier den Liebhaber der Ahl-ul-Bait einige Beispiele aus dem Buche „Divan-e-Choda“ (Gottes Divan), von Naeeme Dustdar, das aus vertrauenswürdigen Quellen entnommen wurde.
1. Zeichen des echten Harr des Propheten (s)
Ein Nachfolger der Ansar (Helfer des Propheten) kam eines Tages zu Imam. Er überreichte dem Imam eine silberne Schachtel und sagte: „Mein Herr! Ich habe ein Geschenk für Sie. Niemand hatte zuvor ein ähnliches Geschenk für Sie gebracht.“ Dann eröffnete er die Schachtel und holte ein paar Haare heraus. Er weiter: „Diese sieben Haarsträhnen gehören dem geehrten Propheten des Islam(s), die ich von meinen Vorvätern erbte.“ Der Imam nahm die Strähnen und meinte: „Nur vier Strähnen gehören dem Propheten!“ Der Mann blickte ins Gesicht Imams erstaunt und verbittert und sagte nichts. Als Imam dies merkte, hielt die drei unechten Haarsträhnen übers Feuer. So verbrannten sie. Aber als der Imam die vier echten Haarsträhne übers Feuer zog, strahlten sie und erhellte deren Strahlung das Gesicht des Mannes.
2. Imam Reza spricht mit einem Sperling
Erzählt von suleiman (einer der Gefährten Imam Rezas (a))
Imam besaß einen Garten außerhalb der Stadt. Ab und zu Mal ging er zur Entspannung in seinen Garten. Eines Tages begleitete ich auch den Imam. Gegen Mittag flog ein Sperling verlegen aus einem Baumzweig und setzte sich neben Imam. Der Schnabel vom Sperling wurden offen und geschlossen und er machte dabei unklare Rauschen, als ob er mit seinem Zwitschern etwas hätte sagen wollen. Imam sagte zu mir: „Suleiman! Dieser Sperling hat unter dem Dach ein Nästchen. Ihre Kücken werden von einer giftigen Schlange aber bedroht. Beeil Dich! Hilf ihr!“ Nachdem Imam dies sagte, war ich sprachlos. Ich stand auf, nahm einen langen Stab und rannte zur Terasse. Ich war so verlegen, dass ich beinahe umgefallen wäre. Ich fragte Imam mit großem Erstaunen: „Wie haben Sie herausgefunden, was der Sprling da sagte?“ Er antwortete: „Reicht das nicht, dass ich ein Gesandter Gottes bin?“
3. Die Gastfreundlichkeit von Imam Reza (a)
Erzählt von einem Verwandten Imams
Der Mann sagt: „Es war eine anstrengende Reise! Sie dauerte einen Monat lang!“
Imam: „Herzlich Willkommen!“
Der Mann: „Verzeihen Sie mir bitte, dass ich Sie zu spät störe. Dass ich kein Obdach hatte, war ich gezwungen zu Ihnen zu kommen.“
Imam antwortete lächelnd: „Fühle dich wie Zuhause! Wir sind eine gastfreundliche Familie.“
In diesem Augenblick ließ das Öl der Lampe nach. Der Gast wollte das Öl in die Lampe zugeben, aber der Imam zog leicht und freundlich seine Hände zu sich und gab selber das Öl in die Lampe ein. Der Mann sagte: „Es tut mir Leid. Ich hätte Sie nicht stören dürfen.“ Imam, der sich mit einem Tuch die Ölflecken von seinen Händen entfernte, sagte: „Wir sind nicht eine Familie, die es ihrem Gast schwer nimmt.“
4. Schwarze Wolken
Erzählt von Hussein ibn Moussa
Ich hatte Zweifel. Aber nicht an Imam selber! Nein! Ich konnte nur einfach nicht glauben, wie die Unfehlbare Imame die Ereignisse vorhersagen können!?
Eines Tages verließen Imam und ich Medina. Unterwegs ist mir der Gedanke eingefallen, dass es schön wäre, wenn ich den Imam prüfen könnte! Kurz Danach fragte mich der Imam: „Hussain! Hast du etwas mitgenommen, der dich vor dem Regen schützt?“ Erst dachte ich, dass er das nicht ernst meinte. Dann blickte ich ins Imams Gesicht und sah keine Spur von einem Scherz! Kaum war ich mit meinem Satz fertig, als ein Regentropf auf mein Gesicht fiel. Ich war sprachlos...Ich blickte in den Himmel. Schwarze Wolken kamen zu uns herbei und begannen ausgerechnet über unsenen Köpfen zu regnen. Nach einer Weile war der Regen so stark, dass wir heimkehren mussten.
5. Das wohltuende Getränk
Erzählt von Abu Haschim Dschafari
Ich hörte dem Imam zu. Das Wetter war extrem warm und der Sonnenschein machte die Hitze noch stärker. Ich hatte einen riesig großen Durst. Lauter Sittsamkeit konnte ich nicht Imam unterbrechen und nach Wasser fragen. In diesem Augenblick aber sagte Imam: „Holen Sie etwas Wasser!“ Der Diener überreichte Imam einen Krug mit Wasser. Imam trank aus dem Krug und dann gab er ihn mir weiter. Ich nahm den Krug und trank daraus.. Nein! Mein Durst war nicht gelöscht. Ich konnte gar nicht mehr ertragen. Es fiel mir schwer. Sogar das Wasser konnte meinen Durst nicht stillen! Aber es war nicht moralisch gesehen anpassend, nach einer kleinen Weile wieder nach Wasser zu fragen. Wieder erblickte mich der Imam und sagte: „Holen Sie etwas Mehl, Zucker und Wasser!“ Dann löste er Mehl ins Wasser auf und gab bisschen Zucker dazu. Er machte mir ein wohltuendes Getränk. Ich vergaß mich bei ihm zu bedanken. Ich weiß nicht, vielleicht war ich beschähmt oder war das aus Freude oder war ich an dem Moment nicht bewusst. Als er sagte: „Trink Abu Haschim! Trink! Es stillt deinen Durst!“ ; Ich griff nach dem Getränk und trank ich draus. Das war echt wohltuend!
6. Sie sind mein Imam
Erzählt von einem Freund von Ibn Abi Kassir
Nach dem Dahinscheiden von Iman Moussa Kasim (a) hatte ich immer Zweifel daran, wer unser nächster Imam wird. Eines Jahres pilgerte ich nach Mekka und ich wollte außerdem meine Verwandte besuchen. Eines Tages begegnete ich dem Ali ibn Moussa al Reza (a) neben Kaba. Ich fragte mich: „Gibt es jemand, dessen Befolgung unsere Pflicht ist?“ Kaum war ich zu Ende, dass Ali ibn Moussa mich ansprach: „Bei Gott! Ich bin derjenige, dessen Befolgung von Gott vorgeschrieben wurde.“ Ich war sprachlos. Hätte ich laut gesprochen? Dann merkte ich, dass sogar meine Lippen sich nicht bewegten. Ich sagte zu ihm beschähmt: „Mein Herr! Ich bitte Sie um Entschuldigung! Jetzt erkannte ich Sie. Sie Sind mein Imam.“ Ich begann zu weinen.
7. Der letzte Pilgerfahrt
Erzählt von Mowaffaq (Einer der Diener Imams)
Der Sohn Imam Rezas (a), Imam Dschawad, war fünf Jahre alt, als wir nach Mekka pilgerten. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Ich setzte Imam Dschawad auf meine Schultern und wir umkreisten Kaba. In einer Umrundung wollte Imam Dschawad neben „Dem Schwarzen Stein“ (Hadschar-ul-Aswad) stehen bleiben. Erst sagte ich nichts aber dann wollte er sich nicht bewegen. Kummer konnte man in seinem kleinen Gesicht merken. Ich suchte nach Imam Reza und fand ich ihn letzendlich. Ich erzählte ihm, was alles geschah. Imam näherte sich seinem Sohn an. Ich kann mich noch gut an das Gespräch zwischen dem Vater und Sohn erinnern... „Mein Sohn! Warum kommst du nicht mit uns?“
„Nein Vater! Lassen Sie mich bitte ein paar fragen stellen, dann komme ich mit euch!“
„Sag!“
„Vater! Haben sie mich lieb?“
„Klar, mein Sohn!“
„Wenn ich noch eine weitere Frage hätte, würden Sie sie auch beantworten?“
„Klar!“
„Vater, warum ist Ihre heutige Pilgerfahrt anders? Es scheint Ihr letzter Besuch der Ka‘ba zu sein!“
Imam Reza schwieg für eine lange Weile...
Ich dachte an Imams Reise nach Chorasan. Ich erblickte den Imam. Mir kamen die Tränen. Imam umarmte seinen Sohn...Ich konnte es nicht mehr ertragen und...
8. Eine Vergessene Frage
Erzählt von Ismaeel ibn Mihran
Ahmad Basanti und ich diskutierten im Seria-Dorf über das Alter von Imam Reza (a). So vereinbarten wir, ihn selber nach seinem alter zu fragen. Eines Tages besuchten wir Imam aber vergaßen wir völlig unsere Frage. Als Imam uns sah, hat er gefragt: „Ahmad! Wie alt bist du?“
„39“
Der Imam sagte: „Ich bin 44!“
9. Ins Ausland
Erzählt von Sadschestani
Es war ein merkwürdiger Tag. Mamuns Gesandte kam nach Medina, um Imam nach Chorasan abzuholen. Das Gesicht und Verhalten Imams zeugten alle von der Trennung. Als er vom Grabmal des Propheten Abschied nehmen wollte, ging er mehrmals in die Nähe des Schreins und kehrte zurück. Er konnte sich einfach nicht versbschieden. Ich konnte nicht länger warten. Ich ging näher und begrüßte ihn und gratulierte ihm zu seiner Position als Mamuns Nachfolger. Als ich seine Tränen sah, wurde ich traurig. Ich schwieg.. Imam sagte dann zu mir: „Seh mir gut an! Ich reise in ein fremdes Land und werde auch dort sterben... Sadschestani! Mein Leib wird neben dem Grab von Mamuns Vater beerdigt.“
10. Der alte Zimmerteppich
Erzählt von Numan ibn Saad
Eines saß ich neben amir al-Mumenin (Imam Ali (a)). Imam sah mich an und sagte: „Numan! Jahre später wird einer meiner Söhne in Chorasan mittels einer tödlichen Gift Märtyrer. Er, wie ich, heißt Ali und sein Vater heißt, wie Emrans Sohn, Moussa (Moses). Wisse! Wer sein Grabmal besucht, all dessen Sünden (Vor seinem Besuch) wird Gott vergeben. Wegen meinem Sohn Ali!“ Als Imam seine Rede beendete, schwieg ich und dachte ich bei mir: „Das stimmt! Aber weshalb soll ich Sünden begehen und dann Imam um Vergebung bitten und ihn deshalb besuchen? Ich muss ihn nur aus tiefsten Herzen und wegen meiner Liebe zu Ahl-ul-Bait besuchen..“ Ich erblickte Imam Ali (a). Er bestätigte mich mit seinem Lächeln.
11. Wir denken an dich
Erzählt von Abdullah ibn Ibrahim Ghaffari
Ich war arm und hatte eine schwierige Zeit. Einer meiner Gläubiger setzte mich wegen seinem Geld unter Druck. Ich fuhr nach Seria, um Imam zu besuchen und ihn zu bitten, damit unter seiner Vermittlung mein Gläubiger mir eine längere Frist gibt. Als ich bei ihm ankam, war er beim Essen. Er lud mich auch ein, mitzuessen. Wir unterhielten uns über verschiedene Sachen und ich habe völlig vergessen, weshalb ich hierher gekommen war! Nach einer Weile zeigte mir Imam einen Teppich, unter dem 340 Dinnar mit einem Schreiben steckten. Auf der Notiz stand: „Es gibt keinen Gott außer Allah, Muhammed ist sein Gesandter und sein Prophet und Ali (a) ist sein Vertreter (Wali)“.
Auf der anderen seite der Notiz konnte ich diesen Satz lesen: „Wir haben dich nicht vergessen. Bezahl deine Schuld mit dieser Summe und gib den Rest für deine Familie aus!“
12. Der Berg und der Kessel
Erzählt von Abassalt Hirawi
Imam Reza und ich kamen in Marv an. Wir hielten uns in der Nähe vom „Dehe Sorch“ (Rotes Dorf) auf. Der Gebetsrufer schaute in den Himmel und sagte: „Mein Herr! Es ist bereits Mittag geworden. Imam stieg von seinem Pferd aus und wollte Wasser trinken. In der Wüste gab es kein Zeichen vom Wasser und kehrten besorgt zurück. Wir waren erstaunt, als der Imam den Boden höhlte und ein Fluss dann zustande kam. Als wir „Sanabad“ betraten, deutete Imam auf einen Bergen, aus dessen Steinen Kessel hergestellt wurden. Imam schaute in den Himmel und sagte: „Lieber Gott! Segne die Speisen, die drinnen in Kesseln aus diesem Bergen gemacht werden. Ich denke, der Berg kriegte eine besonere Aufmerksamkeit Gottes. Der Imam wollte nämlich demnächst, dass seine Speisen nur drinnen der aus dem Bergen gemachten Kesseln zubereitt werden. An dem darauffolgenden Tag machte sich Imam nach einem kleinen Ausruhen zu dem Ort, wo der Vater von Mamun, Haroun-ur-Raschid, begraben wurde. Die Regierungstruppen riefen, dass Imam Haroun besuchen möchte. Imam aber entschärfte ihre Tücke. Er zeichnete eine imaginäre Linie mit seinen Fingern neben dem Grab von Haroun und sagte gerichtet nach uns: „Hier wird mein Schrein sein..Unsere Schiiten werden hierher kommen und mich besuchen..Wer mich bescuht, dem werde Gottes Gnade zuteil. Er stand dann Richtung Kibla und betete und bei einem langen Niederknien flüsterte er etwas... Mir kamen die Tränen..
Eine Einführung in das Leben Imam Reza(a)
Ich weiß nicht, wieviel du dich mit Medina auskennst..Aber Imam Reza kennt Medina sehr gut. Er wurde dort geboren. Die Kalender ist nicht genau sicher über sein Geburtstagdatum.. Auf die Geschichte kann man sich nicht so leicht verlassen. Für das Jahr seiner Geburt wurden 765, 768 und 770 n.Ch. und für den Tag seiner Geburt wurden Freitage den 11. und 3. November, 31. August und 12. Dezember angegeben. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit trifft das Jahr 765 n.Ch., das heißt das Jahr des Dahinscheidens seines Großvaters, Imam Dschafar Sadiq (a). Perdönlichkeiten wie Scheich Muffid, Kuleini, Kafaami, Schahid Sani tabarssi, Scheich Saduq, Ibn Suhra, Massoudi, Abul Fedaa, Ibn Assir, Ibn Hudschr, Ibn Dschusi und andere tagten sein Geburtsjahr im 765 n.Ch.. Zu seinen Namen gehören unter anderem Abul Hassan und zu seinen Titeln (Kunia auf Arabisch) zählen Saber, Saki, Wali, Fasil, Wafi, Sediq, Rasi, Siradsch-ulla, Nur-ul-Huda, Qurratul Ain ul Muminin, Kelidat ul mulhidin, Kufw ul Malik, Kafi ul Chalq, Rabbus Sarir und Riabu Tadbir.
Und Risa (Reza) ist der bekannteste Name Imam Rezas (a), mit dem wir den Imam nach all den Jahren kennen. Vielleicht möchtest du den Grund für diesen Namen wissen: „Er wurde Reza genannt, weil alle im Himmel und auf der Erde, auch der Gott, sein Prophet und die nachfolgenden Imame mit ihm zufrieden waren. Es wird auch gesagt: Alle waren mit ihm zufrieden, sowohl seine Gefährte auch seine Gegner..Abschließend wurde er Reza (gefällig) genannt, weil ihn auch Mamun mochte.“
Bei den Namen und Titeln seiner Mutter merkt man einen engen Zusammenhang zwischen den Namen von ihr und denen Imam Rezas. Ihre Namen und Titeln lauten: Um-ul-Banin, Nadschme, Sakan, Tuktam, Chaisaran, Tahere und Schaqra. Aus einer Überlieferung geht hervor,dass Imam Reza fünf Söhne und eine Tochter hatte. Jedoch meint der Allama Madschlessi, dass dem Imam nur ein Sohn, nämlich Imam Dschawad gehörte. Er schrieb: „Als Imam Rezas Kind wurde nur Dschawad bestätigt.“-Einen bekannten Namen für uns alle-.. Des Weiteren bleibt nur das Jahr des Dahinscheidens Imam Rezas. Diesbezüglich gibt uns die Geschichte keine klare Antwort.Vermutlich die Jahre 818, 819 und 822 sind die Jahre seines Dahinscheidens. Umgerechnet war der Imam 55 Jahre alt , als er märtyrer wurde. 35 Jahre war er bei seinem Vater und der restliche 20 Jahre war er der Imam der Schiiten. Der Beginn seines Imamats geschah gleichzeitig mit den letzten zehn Jahren des Kalifats von Haroun. Die kommenden fünf Jahre trifft er mit der Kalifatzeit von Amin zusammen und der restlichen fünf Jahrn der Imamat Imam Rezas fiel mit der Kalifatzeit von Mamun zusammen und gleichzeitig seiner Herrschaft auf damaligen islamischen Ländern.
Mamun, ist derjenige, der Iman Reza (a) mit Tücke vergiftete. Die Liebhaber von Imam Reza bestatteten dann sein Abbild in einer Haroun gehörenden Kuppel namens „Haus von Hamid ibn Qahbata Taie“. Sein Grabmal ist heutzutage ein Segen für seine Liebhaber.
In Medina
Die Imamatzeit Imam Rezas in Medina begann im Jahre 799 n.Ch.. Haroun-ur-Raschid war damals der politische Machthaber in Bagdad. Seine politik war, wie bei allen Gewalttäter in der Geschichte, Folter, Verhaftung und Ermordung. Er folterte die Bevölkerung wegen Steuerbezahlung und quälte die Nachfolger des Propheten (s). Er verhaftete Imam Rezas Vater, Imam Mussa ibn Dschafar (a) in Gefängnissen von Bassra, Bagdad und schließlich vergiftete er ihn. Damals geschah eine schwierige Zeit für Imam Reza und folgende Schwierigkeiten für die Liebhaber von Imam Ali (a). Zu der Zeit des Imamats des Imam Rezas war Haroun so über den Einfluss der Ahl-ul-Bait auf die Volksmasse besorgt, dass er außer Folterungen, die fremden Denkweisen mit den islamischen Wissenschaften vermischte. Er wollte dabei die Aufmerksamkeit der Volksmasse auf die fremden Wissenschaften ablenken. Abubakr Charasmi schrieb in einem Brief gerichtet an die Bewohner von Neyschabour bezüglich der Regierungsmethoden der Herrscher der Abbasidendynastie: „Haroun starb, als er den Baum der Prophetenschaft und der Imamat zunichte machte..Als ein Rechtleiter oder eine wichtige Person der Familie des Propheten verstarb, nahm niemand an seiner Beerdigung teil und verzierte niemand sein Grabmal mit Stuck. Wenn aber hingegen ein Clown oder ein Tänzer oder auch ein Mörder aus Königshaus gestorben war, teilten Anwälter und Richter an seiner Beerdigung teil und veranstalteten Trauerzeremonien für ihn. Mitglieder anderer Religionen genießen völlige Sicherheit in den Ländern dieser Tyrannen-Herrscher und wurden beim Unterricht ihrer Philosophiebücher nicht gehindert. Im Gegenteil wurde jeder Schiit anschließend getötet und außerdem wurde jeder, der seinen Sohn „Ali“ nannte, umgebracht.“
Angesichts der damaligen verdorbenen Lage bevorzugte Imam Reza seinen Imamat nicht kund zu geben und lediglich mit einer kleinen Gruppe seiner Gefährten Kontakt zu haben. Aber nach ein paar Jahren, als die Herrschaft von Haroun wegen verschiedenen Gefechten schwacher wird, entschied sich der Imam für die Bekanntgabe seines Imamats und setzte sich dann mit der Lösung religiöser Probleme der Bevölkerung auseinander. Der Imam selber sagt: „Ich saß im Innenhof des Prophetenschreins. Die Wissenschaftler in Medina waren damals nicht wenig. Trotzdem schickten sie mir ihre Fragen und ich habe sie alle beantwortet.“
Natärlich wird Haroun auch eines Tages sterben.. Als er im Jahre 809 n.Ch. zur Bekämpfung der Rebellen nach Chorasan reiste, starb er dort und wurde in Sanabad (Touss) in einem Zimmer des Palastes von Touss-Gouverneur „Hamid ibn Qahtaba Taie“ vergraben. Die Söhne von Haroun, Amin und Mamun, kämpften danach um das Königreich. Amin übernahm die Macht in Bagdad und Mamun wurde in Marv gekrönt. Der Streit zwischen diesen beiden Brüdern dauerte fünf Jahre, bis endlich die Armee von Mamun Bagdad angriff. Amin wurde im Jahre 814 n.Ch. ermordert und schließlich wurde Mamun der einzige Kalif...
So wurde in Irak, Hidschas, und Jemen rebelliert. Sie verlangten nur eins: Das die Nachfolger des Propheten das islamische Reich regieren!“
Mamun lud Imam Reza mit großer List und Tücke nach Chorasan ein. Die erste Frage immer lautet: Warum? Was wollte Mamun damit erreichen?
Der Grund: Mamun bezweckte mit dieser Einladung seine Politik zu rechtfertigen. Imam lehnte erst all seine Einladungen ab, bis Mamun den Imam ernst bedrohte!
Die historische Dokumentationen verraten nicht viel über die ersten Vordergründe der Reise Imams. Aber mit einer genaueren Untersuchung der vorhandenen Unterlagen, kann man feststellen, dass es vor seiner Reise nach Marv mehrmals Briefwechsel gegeben hatte und die Dringlichkeit der Reise Imams betont wurde.
Außer Einladungen schickte Mamun ebenfalls zwei seiner Gesandten, namens „Radscha ibn Sahak“und „Yassir Chadim“ nach Medina. Sie stellten Imam ihren Auftrag wie folgt vor: „Maamun hatte uns geschickt und gab uns den Auftrag dich mit uns nach Chorasan zu bringen.“
Imam Reza begriff alle Tücken Maamuns und erkannte all seine Verschwörungen.. Imam erinnerte sich an jahrelange Verhaftungen seines Vaters mit all den Schwierigkeiten und wusste außerdem, dass Mamun sogar seinen eigenen Bruder umbrachte und die Sorge über den Präsenz Imams unter der Volksmasse raubte ihm jetzt seine Ruhe. So machte sich Imam auf dem Weg..Er begann eine Reise, mit der er gar nicht zufrieden und glücklich war. Er musste von Medina, vom Schrein des Propheten Abschied nehmen und auch von Leuten, die ihn sehr liebten. Für die Bewohner Medinas war Imam Reza ein großzügiger Vater. Er brauchte keine geographische Reise, weil er vielmehr alle Herzen erorberte. Als er sich auf dem Weg machte, wusste er, was Mamun vorhatte und welches Schicksal ihn nun erwartete. Er wusste wohl, dass er in den Herzen verewign wird.
Von Medina nach Marv
Er konnte nicht einfach Medina verlassen. Auch wenn du nur einmal in ein vollkommend fremdes Land gereist bist, musst du dieses Gefühl wohl merken. Genau wie Josef, der, obwohl er in Ägypten reich und mächtig war, immer noch in sein Vaterland, Kanaan, kehren wollte. Imam Reza verabschiedete sich von Medina, obwohl er doch genau wusste, dass er nie zurückkommen wird. Scheich Saduq erzählt im Buch „Oyoun Achbar-ur-Reza (a)“ unter Berufung auf „Muhawal Sedschestani“: Imam verabschiedete sich vom Propheten (s)..Aber jedesmal er sich dem Grabmal des Propheten annäherte, weinte er lauter. Dann ging ich vor und gratulierte ihm. Imam aber sagte: „Lass mich alleine! Ich werde von meinem Großvater, Muhammed (s), getrennt und werde dann im Ausland sterben. Was uns heutzutage klar ist, ist der Anfangsort und der Endpunkt der Reise Imams, aber welche Strecken er genau während seiner Reise zurücklegte, wissen wir nicht. Es gibt verschiedene Meiningen dazu. Eine bestimmte Route können wir nicht bestimmen.
Pilgerfahrt aus der Sicht der Überlieferungen
Pilgerfahrt (Besuch eines Heiligen) bedeutet eine Zuneigung zu einer heiligen und spirituellen Persönlichkeit, von der Nähe oder aus der Ferne. Theologish gesehen, heißt das Pilgern eine Zuneigung, die außer emotionellen Erschütterungen auch die herzlichsten Gefühlen für den Heiligen mit sich bringt. Aus diesem Grund soll dieser heilige Besuch (Pilgern) mit der seelischen und logischen Verbundenheit vorkommen. Auf höherer Ebene kommt dies mit einer speziellen geistlichen, herzlichen sowie moralischen Achtung zusammen. Zweifelsohne ist das Pilgern der effektivste Weg zur Kenntnis und einer seelischen Verbundenheit. Mit der Präsenz der Besucher im Schrein wird die Pilgerfahrt wahr. Aber im Grunde ist diese Reise nicht weltlich und man wird nicht eine echte Verbindung erlangen, es sei denn, man kenne richtig seinen Imam. Pilgern hat seine religiösen und wissenschaftlichen Wurzeln und spielt zur Festigung der Glaubenssäulen eine wichtige Rolle. Für den Pilger wird sein Glaubensbasis wieder definiert. Daher schlugen Großdenker des Islam und Wissenschaftler sowie Unfehlbare mehrmals das Pilgern vor. Hier sind einige Überlieferungen:
Seyyed Abdul Ali Sabsewari sagt in seinem Buch Muhasebul Ahkam: „Die Fitwa zur Dringlichkeit des Pilgern ist nicht immer möglich, aber dessen Vorzug ist aus vielen religiösen Unterlagen der Schiiten und Sunniten sowie aus zahlreichen Überlieferungen zu entnehmen.“
Imam Reza sagt auch: „Jeder Imam hat ein Recht bei seinen Anhängern und Freunden. Eine gute Erfüllung dieser Rechte liegt darin, sein Grabmal zu besuchen. Wer mit Liebe und Begierde sie besuche und was ihnen gefällt zustimme, werden die Imame am Jüngsten Tag um Vergebung ihrer Sünden bei dem Herrn beten.“
Imam Baqir (a) sagt auch diesbezüglich: „Wer die Grabstätte von Muhammed und den edlen aus seinem Hause besucht und somit seine Beziehung zu ihnen pflegt, dem werde Gott all seinen Sünden vergeben, als hätte er niemals eine Sünde gehabt.“
Warum eigentlich ist der Pilgerbesuch bei den Imamen so beliebt?
Der wichtigste Grund, warum Muslime so sehr zu Pilgern angespornt wurden, ist wegen der Folgen des Pilgerbesuches. Diesbezüglich ist das Testament vom Propheten des Islam gerichtet an Abusar ein gutes Beispiel: „Abusar! Ich hinterlasse dir einen Rat. Möge Gott dich begnaden, falls du dich daran festhältst.. Gehe und besuche die Gräber, damit du dich häufig an das Jenseits erinnerst.“ Oder er sagt anderswo: „Wenn du die Gräber aufsuchst, grüße sie! Dadurch wird ihr Schicksal eine Mahnung für dich sein.“Außerdem ist das Pilgern ein Mittel zur Vertiefung der Liebe zu den Heiligen und anderen Gläubigen, was wiederum großzügig belohnt wird. Zu den anderen Vorteile des Pilgern zählen das Erlangen von Würde und Selbstüberprüfung. Eine Selbst-Veredlung und die Vorbereitung der Seele zur wahren Kenntnis vom Gott und seinen Gesandten ist das Endziel eines Pilgerns. Somit wird der Geist aus dem Gefängnis des weltlichen Körpers befreit und wird in den Himmeln fliegen. Die Freunde Gottes und die heilige Persönlichkeiten waren in ihrer Lebzeiten ein Gottes Segen und das werden sie auch nach ihrem Tod bleiben. Vielmehr werden sie mehr Segen übermitteln, weil sie eine hörere Stufe im Jenseits erreicht hatten.
Notwendigkeit der Pilger-Rituale
Zweifelsohne hat alles seine eigene Manieren, durch deren Beachtung der Tat ewig wird und mehr an Wert gewinnt. Andererseits bleibt die Schönheit der Handlung bewahrt, wenn auf Sittsamkeit geachtet wird. Diese Regelung trifft sowohl auf spirituelle und mataphysische auch auf die weltliche Verhältnisse zu; Jedoch wird deren Notwendigkeit vielmehr bei spirituellen Verhältnisse verspürt. Aus diesem Grund werden in religiösen Zusammenhängen einige Rituale genannt. Es ist klar, dass die Tugend durch richtige Beachtung all ihrer Grenzen mit Feinheiten und Nuancen vervollständigt wird. Erst dann wird man die Tugend im wahrsten Sinne des Wortes vervollständigt. Zumal ist die Festhaltung an moralischen Tugenden eine angenehme menschliche und religiöse Eigenschaft. Wer diesem Punkt bei der Pilgerfahrt eine große Achtung schenkt, dem wird ein großzügigere Belohnung zuteil. Dabei gelten auch kleine Hinweise, deren Beachtung eine größere Kenntnis hervorbringt. Pilgern (Siarah) ist eine Art Hidschra (Wanderung). Der Pilger wandert im Grunde zum Gott und seinem Propheten. Wer eine Pilgerfahrt vorhat, bereitet sein Herz und Seele für diesen Besuch vor. Er macht eine Wanderung und reist in eine völlig andere Umgebung..Daher soll man sich von seiner bisherigen Umgebung trennen und sich mit dem Ziel eines Hidschra (Wanderung) auf dem Weg machen, was mehrmals bei den Pilgerbüchern vorgekommen ist. Beim Besuch unseres lieben Propheten sagen wir zum Beispiel: „Oh! Du der liebe Prophet! Ich bin als Einwanderer zu dir gekommen und erfülle dabei das Recht, was Gott mir bedingt machte.“ Die Natur der Wallfahrt ist verschieden von anderer Reisen. Deswegen haben die Geistliche besondere Bücher in diesem Zusammenhang verfasst, damit sie uns mit den Sitten einer Pilgrfahrt näher machen. Sie versuchten, uns mitzuteilen, dass die Eigenschaften solcher Reise mit dem Verlauf der Reise übereinstimmt und wenn man eine fruchtbare Wallfahrt verlange, muss man erst seine Absicht korrigieren. Deshalb erscheint ein gutes Wissen in diesem Bereich nötig zu sein. Pilgerbesuche sehen äußerlich gesehn wie normale Reisen aus, haben aber eine völlig andere Natur. Bei Urlaubsreisen denkt man mehr an Erfrischung und eine tiefe Entspannung. Natürlich wird man diesen Zweck erzielen und wird wieder in sein normales Leben zurück. Das gilt auch für die spirituellen Reisen. Pilgern ist ein guter Start für eine verstärkte Grundlage des Glaubens und beseitigen jede Art von seelischen Quallen und Hindernisse auf dem Wege zur Vervollkommnung. Dadurch erzielt man eine stille Seele.. Genau wie man beim Urlaub sich von Abhängigkeiten befreien müsste, um die pure Nature genießen zu können, müsste man auch bei spirituellen Reisen dies beachten und sich von seinem „Ich“ zu befreien und von materiellen und weltlichen Vorzügen fernhalten, um den puren Genuß solcher Reise erleben zu können. Die Folge einer jenseitigen Reise ist ein nährerer Kontakt mit Gott und die Befreiung von aller Quallen, die das „Ich“ hervorbringt. Somit ist Pilgern angenehm. Die Sitten einer Pilgerfahrt deuten alle von einer Phase, in der man hörere spirituelle Stufen erreicht wird; Nämlich das Befinden in der Nähe Gottes. Wenn man nicht gut vorbereitet ist, ist diese Reise nur eine Geldverschwendung und Zeitverlust und ist überhaupt nicht fruchtbar. Der Pilger soll sich mit herzlicher Zuneigung und Durchführung aller Rituale dem Imamat annähern, um dann sich in die Lage zu versetzen, Wilayat (Glaube an Herrschaft der Imame und Liebe zu denen )zu erkennen und sich damit zu verknüpfen. Mann müsste sich dann im Schatten der Imame Schutz nehmen und somit von Gefahren und Entgleisungen verschont bleiben. Wir lesen: „Zu euren Besuch bin ich herangerannt und Schutz genommen habe ich bei euren heiligen Grabstätten..“
Diejenige Pilger, die sich nicht richtig mit den Ritualen der Pilgerfahrt auskennen, denen ist eine nahe Verbindung und eine vollendete Ernte der Segen, weniger möglich. Diejenigen, die sich in Innenhöfen, Portiken, sowie in heiligem Schrein befinden, jedoch nicht an das eigentliche Tor klopfen, sind den Hungernden ähnlich, die aus der Ferne zu einem Garten kommen, aber um die Umgebung herum kreisen und nicht um die Erfüllung ihrer Bedürfnisse bitten.
Tugenden helfen wir also, die Präsenz der Heiligen und die wahre Bedeutung des Lebens wahrzunehmen, die Botschaft Gottes zu merken und dann die spirituelle Bewegung zu beginnen und sie im Zuge des Besuches erfolgreich zu vollenden.
Einige Tipps zur erfolgreichenPilgerfahrt
Zum besuch von Imam Reza wurden zahlreiche Punkte in den Überlieferungen genannt:
1. Wenn Sie müde sind oder nicht vorbereitet, verzichten sie einfach auf das Pilgern.
2. Wenn Sie gut vorbereitet sind, machen Sie sich auf dem Wege nach Heiligen Schrein von Imam Reza. Lassen Sie jede unnötige Diskussionen.
3. Bitten Sie für Ihre Sünden um Vergebung und sagen:
استغفرالله ذاالجلال والاکرام من جمیع الذنوب و الاثام
Ausgesprochen:
-Asstarferollah saldschalale wal ekram men dschamie-e-sonube wal essam-
Sagen Sie den besagten Dhikr unterwegs; d.h. von Zuhause aus bis zum Heiligen Schrein.
4. Wenn Sie das Innenhof betreten, wechseln Sie ihren Dhikr, weil die Atmosphäre sich änderte. Wiederholen Sie den heiligen Dhikr :
-Es gibt keinen Götzen außer den Allerbarmen Allah-
(لا اله الا الله)
(La Elaha Ella Allah)
5. Bleiben Sie respektvoll vor der Eintrittstür. Wenn sie Das Zulassungs-Gebet (Isne Dochul) gelesen haben und Ihr Herz vor Neigung rüttelte, Ihre Tränen kamen und Sie eine Änderung in sich verspürt hatten, dann ist es ein Zeichen, dass Sie zugelassen wurden.
6. Niederknien ist religiös geshen verboten, nur dürfen Sie aber den Heiligen Schrein und das Grab küssen und zwar das ist ja empfohlen.
7. Wenn Sie den Schrein erblicken und entlang des Heiligen Schreins laufen, ist es zu empfehlen, den Dhikr „Schahada“ (La elaha ella Allah) zu flüstern..und zwar mit Sittsamkeit und Milde.
8. Nähern Sie sich dem Schrein an, falls sie die anderen nicht stören und lesen Sie eventuell in den Pilgerbüchern. Falls nicht möglich, ist es besser an eine Annährung zu verzichten. Das ist nämlich viel schöner und moralisch gesehen wichtiger als den anderen ein Leid zuzufügen.
9. Lesen Sie die Pilger-Texte in den im Schrein vorhandenen Büchern.
10. Falls Sie keine besondere gesundheitliche Probleme haben, bleiben Sie stehen und besuchen den Imam und lesen Sie leise in die Pilgertexte, damit die andere Pilger nicht gestört werden. Aus Höflichkeit grüßen Sie den Propheten und die edlen aus seinem Hause nicht mit lauter Stimme.
11. Nach der Beendigung des Besuches erreichen Sie, falls möglich, den Platz des Hauptes des Imams und beten Sie im Auftrag von Imam Mahdi (a) das Pilger-Gebet. Falls Zeit nicht knapp ist, beten Sie zwei Gebetsabschnitte. Im ersten Abschnitt lesen Sie die Sure Ya-Sin (Sure 36) nach der Sure Hamd, im zweiten Abschnitt lesen Sie die Sure al-Rahman (Sure 55); Oder das Pilger-Gebet wird ganz normal wie das Morgengebet verrichtet.
 
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