News
2/2/2014  
Bezeichnungen der Sonne Khorassans

 
Bezeichnungen der Sonne Khorassans

Der Imam widerspiegelt alle Schönheiten; er ist das Spiegelbild der göttlichen Pracht und Schönheit. Der Imam ist das Beispiel eines vollkommenen Menschen, der sich auf dem glorreichen Höhenflugs zu Recht und Güte befindet.
In den Hadiths und Überlieferungen werden für den Imam Eigenschaften und Bezeichnungen aufgezählt, die jede für sich das strahlende Wesen des Imam und die spirituellen Aspekte seines göttlichen Daseins als Wegweiser für Rechtschaffene und Mystiker präsentieren. Betrachten wir einige Eigenschaften des achten unfehlbaren Imam der Schiiten –gegrüßt sei er, die sich in seinen Namen widerspiegeln.
Scheich Sadugh schrieb in seinem Werk „Ayun Akhbar Al-Reza“: Der achte Imam –gegrüßt sei er- wurde u.a. mit diesen Bezeichnungen genannt: Reza (der Ergebene Gott gegenüber), Sadegh (der Aufrichtige), Saber (der Geduldige), Fazel (der Weise), Ghuratul Eyn-e Mosalmanan (die Hoffnung und Liebling der Muslime), Zorn der Verleumder Gottes und in manchen Überlieferungen der Weise der Familie Mohammads genannt.
Wie von Imam Musa bin Jafar –gegrüßt sei er- überliefert wurde, habe sein Vater, Jafar bin Mohammad, wiederholt ihn daran erinnert, dass der Weise des Hauses Mohammads von ihm ausgehe und er sich wünschte, ihn kennenzulernen; er trage den gleichen Namen wie Imam Ali –gegrüßt sei er .
Da die Bezeichnungen “der Weise des Hauses Mohammads“ und „Al-Reza“ öfter Verwendung finden und bekannter sind und auch in den Überlieferungen der Unfehlbaren häufiger vorkommen, werden sie etwas näher erläutert.

a. Der Weise aus dem Hause Mohammad - Frieden und Segen sei auf Ihm:
In Überlieferungen und Büchern wird das Wissen des Imam betont; neben der o. erwähnten Überlieferung von Imam Sadegh –gegrüßt sei er- kommen noch andere Überlieferungen vor. Von Imam Sadegh wird auch gesagt, dass er zunächst die Vorzüge von Imam Musa bin Jafar aufzählte und dann sagte: Gott wird aus meinem Nachkommen, Musa, einen Helfer für dieses Volk schicken, der die Hoffnung wiederbringt und das Wissen und Weisheit des Volkes entfaltet; seine Worte sind endgültig und sein Schweigen Wissen – und er löst die Probleme unter den Menschen.
In einer weiteren Überlieferung sagt Imam Musa Bin Jafar: Ich habe im Traum den geehrten Propheten des Islams gesehen; er schilderte meinen Sohn Ali mit diesen Worten: „Dein Sohn, Ali, sieht mit göttlichem Licht und ist erfüllt von göttlichem Wissen und göttlichen Lehren.“
Nun fragt man sich, warum nur Imam Reza –gegrüßt sei er- mit diesen Eigenschaften benannt wird, obwohl alle Imame diese Eigenschaften in vollem Maße genossen?
Die Antwort liegt darin, dass diese Eigenschaft gemäß der sozialen Situation und Kultur der Bevölkerung jener Zeiten gewählt wurde. Die Imame vor Imam Reza haben mit ihrem durch Gott gegebenen Wissen um die Zukunft, diese Eigenschaft Imam Reza zugesprochen. Zu Zeiten von Imam Reza –gegrüßt sei er- hatte sich die islamische Gesellschaft im vollem Umfang der Philosophie, der Kontroverstheologie (Kalām-Wissenschaft) und Übersetzung philosophischer Texte der Griechen zugewandt; viele Theoretiker und Wissenschaftler widmeten sich diesen Wissenszweigen. Dr. Ibrahim Hassan schriebt: „Als die Regierung der Abbassiden die Macht ergriff, konnten sich die Parsen und Araber in ihrer Hauptstadt versammeln und austauschen, da die Abbassiden den Parsen gegenüber offen waren. Die Kalifen zeigten Interesse an dem Wissen aus Griechenland und Persien. Mansur ließ fremde Bücher übersetzen. Honein bin Ishagh übersetzte einige Werke von Sokrates und Galenos ins Arabische. Ibn al-Muqaffa' übersetzte den Kalileh ins Arabische, später übersetzte er Euklid. Viele andere haben neben Ibn al-Muqaffa' durch Übersetzungen ins Persische zu großem Ruhm gefunden, dazu gehören die Sippe Nobakhtian, der Minister von Ma`mun, Hassan bin Sahl, und Ahmad bin Balazari, der das Buch Futuhul Baladan schrieb, und schließlich Amr bin Farkhan. Unter dem Kalifen Harun wurde die Übersetzung gefördert. Er konnte aus großen Städten Roms Bücher bekommen und veranlasste, alle Bücher aus Griechenland, deren man habhaft werden konnte, zu übersetzen. Auch die Barmakiden haben die Übersetzer gefördert und mit hohen Preisgeldern und Löhnen angespornt, so dass die Übersetzung sehr gefördert wurde. Ma`mun selbst hat selbst ebenfalls Hand an Übersetzungen gelegt; ihn interessierten besonders griechische und persische Bücher. Er schickte Gesandte nach Konstantinopel, um dort nach seltenen Werken der Philosophie, Geometrie, Musik und Medizin zu suchen. Ibn Nadim schrieb: Zwischen Ma`mun und dem römischen Kaiser wurden Briefe ausgetauscht. Ma`mun ersuchte um Bücher aus der Schatzkammer Roms. Die Kaiser lehnte zunächst ab, willigte dann aber ein, so schickte Ma`mun eine Gruppe, u.a. Hodjadj bin Matar, Ibn Tarigh, und den Leiter des dār al-ḥikma (Haus der Weisheit), Salama, nach Rom, um die gewünschten Bücher abzuholen. Als sie zurückkehrten, ordnete Ma`mun die Übersetzung der Werke ins Arabische an, was dann auch geschah.“
Imam Reza –gegrüßt sei er- hat auf der anderen Seite akzeptiert, die Thronfolge des Kalifen zu akzeptieren, die Gründe wurden zuvor erläutert, was dazu führte, dass sein Ruhm noch weiter stieg und er in einen umfassenden Kontakt mit anderen Regionen und Konfessionen trat. Aus den Überlieferung geht zwar hervor, dass Ma`mun diese Diskussionen ins Leben rief, um die wissenschaftliche Persönlichkeit des Imam zu untergraben und seinen Anhängern das Vertrauen in ihn zu nehmen. Ma`mun sagte einmal in diesem Sinne zu dem bekannten Kalām-Wissenschaftler aus der Region Khorassan, Salman Marwzi: Nur aus diesem Grund schlug ich dir den Disput vor, weil ich um deine wissenschaftliche Stärke wusste. Ich möchte nichts weiter, als dass du mit deiner Argumentation ihm den Weg versperrst. Doch im Gegensatz zu den Absichten von Ma`mun kam die wissenschaftliche Stärke und Überlegenheit des Imam immer mehr zum Vorschein; die Bürger erfuhren immer intensiver, wie die Nachkommen aus dem Hause des Propheten den Bürgern und Wissenschaftlern überlegen sind. So sagte der Imam –gegrüßt sei er- selbst einmal gerichtet an Noufli: In dem Moment, in dem ich jeder Gruppe die Argumente nehme und ihren Standpunkt als gescheitert offenlege, dann wird Ma`mun begreifen, dass er nicht der Stellung würdig ist, die er sich ausgesucht hat.
Um diesen Punkt näher zu erläutern, bringen wir einige Beispiele von den Diskussionen und Disputen des Imam zum Thema Einheit Gottes:

Bezeichnungen der Sonne Khorassans
Der Imam widerspiegelt alle Schönheiten; er ist das Spiegelbild der göttlichen Pracht und Schönheit. Der Imam ist das Beispiel eines vollkommenen Menschen, der sich auf dem glorreichen Höhenflugs zu Recht und Güte befindet.
In den Hadiths und Überlieferungen werden für den Imam Eigenschaften und Bezeichnungen aufgezählt, die jede für sich das strahlende Wesen des Imam und die spirituellen Aspekte seines göttlichen Daseins als Wegweiser für Rechtschaffene und Mystiker präsentieren. Betrachten wir einige Eigenschaften des achten unfehlbaren Imam der Schiiten –gegrüßt sei er, die sich in seinen Namen widerspiegeln.
Scheich Sadugh schrieb in seinem Werk „Ayun Akhbar Al-Reza“: Der achte Imam –gegrüßt sei er- wurde u.a. mit diesen Bezeichnungen genannt: Reza (der Ergebene Gott gegenüber), Sadegh (der Aufrichtige), Saber (der Geduldige), Fazel (der Weise), Ghuratul Eyn-e Mosalmanan (die Hoffnung und Liebling der Muslime), Zorn der Verleumder Gottes und in manchen Überlieferungen der Weise der Familie Mohammads genannt.
Wie von Imam Musa bin Jafar –gegrüßt sei er- überliefert wurde, habe sein Vater, Jafar bin Mohammad, wiederholt ihn daran erinnert, dass der Weise des Hauses Mohammads von ihm ausgehe und er sich wünschte, ihn kennenzulernen; er trage den gleichen Namen wie Imam Ali –gegrüßt sei er .
Da die Bezeichnungen “der Weise des Hauses Mohammads“ und „Al-Reza“ öfter Verwendung finden und bekannter sind und auch in den Überlieferungen der Unfehlbaren häufiger vorkommen, werden sie etwas näher erläutert.

a. Der Weise aus dem Hause Mohammad - Frieden und Segen sei auf Ihm:
In Überlieferungen und Büchern wird das Wissen des Imam betont; neben der o. erwähnten Überlieferung von Imam Sadegh –gegrüßt sei er- kommen noch andere Überlieferungen vor. Von Imam Sadegh wird auch gesagt, dass er zunächst die Vorzüge von Imam Musa bin Jafar aufzählte und dann sagte: Gott wird aus meinem Nachkommen, Musa, einen Helfer für dieses Volk schicken, der die Hoffnung wiederbringt und das Wissen und Weisheit des Volkes entfaltet; seine Worte sind endgültig und sein Schweigen Wissen – und er löst die Probleme unter den Menschen.
In einer weiteren Überlieferung sagt Imam Musa Bin Jafar: Ich habe im Traum den geehrten Propheten des Islams gesehen; er schilderte meinen Sohn Ali mit diesen Worten: „Dein Sohn, Ali, sieht mit göttlichem Licht und ist erfüllt von göttlichem Wissen und göttlichen Lehren.“
Nun fragt man sich, warum nur Imam Reza –gegrüßt sei er- mit diesen Eigenschaften benannt wird, obwohl alle Imame diese Eigenschaften in vollem Maße genossen?
Die Antwort liegt darin, dass diese Eigenschaft gemäß der sozialen Situation und Kultur der Bevölkerung jener Zeiten gewählt wurde. Die Imame vor Imam Reza haben mit ihrem durch Gott gegebenen Wissen um die Zukunft, diese Eigenschaft Imam Reza zugesprochen. Zu Zeiten von Imam Reza –gegrüßt sei er- hatte sich die islamische Gesellschaft im vollem Umfang der Philosophie, der Kontroverstheologie (Kalām-Wissenschaft) und Übersetzung philosophischer Texte der Griechen zugewandt; viele Theoretiker und Wissenschaftler widmeten sich diesen Wissenszweigen. Dr. Ibrahim Hassan schriebt: „Als die Regierung der Abbassiden die Macht ergriff, konnten sich die Parsen und Araber in ihrer Hauptstadt versammeln und austauschen, da die Abbassiden den Parsen gegenüber offen waren. Die Kalifen zeigten Interesse an dem Wissen aus Griechenland und Persien. Mansur ließ fremde Bücher übersetzen. Honein bin Ishagh übersetzte einige Werke von Sokrates und Galenos ins Arabische. Ibn al-Muqaffa' übersetzte den Kalileh ins Arabische, später übersetzte er Euklid. Viele andere haben neben Ibn al-Muqaffa' durch Übersetzungen ins Persische zu großem Ruhm gefunden, dazu gehören die Sippe Nobakhtian, der Minister von Ma`mun, Hassan bin Sahl, und Ahmad bin Balazari, der das Buch Futuhul Baladan schrieb, und schließlich Amr bin Farkhan. Unter dem Kalifen Harun wurde die Übersetzung gefördert. Er konnte aus großen Städten Roms Bücher bekommen und veranlasste, alle Bücher aus Griechenland, deren man habhaft werden konnte, zu übersetzen. Auch die Barmakiden haben die Übersetzer gefördert und mit hohen Preisgeldern und Löhnen angespornt, so dass die Übersetzung sehr gefördert wurde. Ma`mun selbst hat selbst ebenfalls Hand an Übersetzungen gelegt; ihn interessierten besonders griechische und persische Bücher. Er schickte Gesandte nach Konstantinopel, um dort nach seltenen Werken der Philosophie, Geometrie, Musik und Medizin zu suchen. Ibn Nadim schrieb: Zwischen Ma`mun und dem römischen Kaiser wurden Briefe ausgetauscht. Ma`mun ersuchte um Bücher aus der Schatzkammer Roms. Die Kaiser lehnte zunächst ab, willigte dann aber ein, so schickte Ma`mun eine Gruppe, u.a. Hodjadj bin Matar, Ibn Tarigh, und den Leiter des dār al-ḥikma (Haus der Weisheit), Salama, nach Rom, um die gewünschten Bücher abzuholen. Als sie zurückkehrten, ordnete Ma`mun die Übersetzung der Werke ins Arabische an, was dann auch geschah.“
Imam Reza –gegrüßt sei er- hat auf der anderen Seite akzeptiert, die Thronfolge des Kalifen zu akzeptieren, die Gründe wurden zuvor erläutert, was dazu führte, dass sein Ruhm noch weiter stieg und er in einen umfassenden Kontakt mit anderen Regionen und Konfessionen trat. Aus den Überlieferung geht zwar hervor, dass Ma`mun diese Diskussionen ins Leben rief, um die wissenschaftliche Persönlichkeit des Imam zu untergraben und seinen Anhängern das Vertrauen in ihn zu nehmen. Ma`mun sagte einmal in diesem Sinne zu dem bekannten Kalām-Wissenschaftler aus der Region Khorassan, Salman Marwzi: Nur aus diesem Grund schlug ich dir den Disput vor, weil ich um deine wissenschaftliche Stärke wusste. Ich möchte nichts weiter, als dass du mit deiner Argumentation ihm den Weg versperrst. Doch im Gegensatz zu den Absichten von Ma`mun kam die wissenschaftliche Stärke und Überlegenheit des Imam immer mehr zum Vorschein; die Bürger erfuhren immer intensiver, wie die Nachkommen aus dem Hause des Propheten den Bürgern und Wissenschaftlern überlegen sind. So sagte der Imam –gegrüßt sei er- selbst einmal gerichtet an Noufli: In dem Moment, in dem ich jeder Gruppe die Argumente nehme und ihren Standpunkt als gescheitert offenlege, dann wird Ma`mun begreifen, dass er nicht der Stellung würdig ist, die er sich ausgesucht hat.
Um diesen Punkt näher zu erläutern, bringen wir einige Beispiele von den Diskussionen und Disputen des Imam zum Thema Einheit Gottes:

Disput zwischen dem Imam und dem Katholikos Jasligh
Bei diesem Disput zwang Imam Reza –gegrüßt sei er- auf erstaunliche und würdige Weise den christlichen Wissenschaftler, die Einheit Gottes zu akzeptieren; der Imam ging dabei mit Argumenten seines Gesprächspartners vor. So sagte der Imam während des Disputs: Ich habe bei Jesus Christus nicht entdecken können, was seine Güte in Frage stellt, außer, dass er wenig betete und fastete. Der christliche Wissenschaftler erwiderte aufgebracht: Du hast dein eigenes Wissen in Frage gestellt, denn Jesus verbrachte Tage und Nächte im Gebet zu Gott. Der Imam fragte: Für wen betete er denn? Der christliche Wissenschaftler unterbrach sein Wort und schwieg, denn er begriff, die Annahme von Gebeten und Fasten seitens Christus, so wie es auch in den Schriften hieß, bedeute notgedrungen, dass Christus sich als Geschöpf Gottes gesehen hat. Dann sprach der Imam weiter: Warum akzeptierst du nicht, dass Jesus Christus auf Gottes Befehl Tote auferstehen ließ? Der Wissenschaftler argumentierte: Denn wer Tote auferstehen und Blinde sehen und Kranke genesen lässt, der ist Gott und der Anbetung würdig. Der Imam: Der Prophet Elischa verbachte ähnliche Taten wie Jesus; er konnte auf dem Wasser schreiten, Tote auferstehen, Blinde sehen und Kranke genesen lassen. Aber die Menschen hielten ihn nicht für Gott. Auch Hesekiel verbrachte ähnliche Wunder wie Jesus. Er erweckte 35.000 Tote zum Leben. Abraham zerstückelte vier Vögel, zermalmte sie, teilte das Ganze in vier Pakete, legte jedes Paket auf eine Bergspitze und rief dann die Vögel zu sich und die Vögel flogen zu ihm.
Und Moses, der mit 70 Gefolgsleuten zum Berg Sinai zog; sie lehnten sich gegen ihn auf und verleumdeten ihn: Wir werden nicht an dich glauben, es sei denn, du zeigst uns ein deutliches Zeichen Gottes. Da schlug ein Blitz unter ihnen ein und sie alle verbrannten. Moses aber sagte: O Herr! Ich habe 70 Leute aus den Söhnen Israels ausgewählt, um auf die Reise zu gehen, und wenn ich nun alleine zurückkehre, wird niemand mehr an meine Mission glauben. So ließ Gott sie alle wieder zum Leben erwecken. Katholikos, du kannst nichts von dem, was hier gesagt wurde, leugnen, denn das alles steht in der Thora, Bibel, in den Psalmen und im Koran. Wer also einen Toten zum Leben erweckt, einem Blinden sein Augenlicht wiedergibt, und Verrückte wieder genesen lässt, der würdig ist, angebetet zu werden, so sind all diese Personen deine Götter. Was kannst du dazu sagen? Jasligh sagte: Du hast recht. Es gibt keinen Gott außer dem Einen .“
Imam Reza –gegrüßt sei er- wurde auch Ursache des Zorns von Ketzern genannt, denn seine wissenschaftlichen Dispute zerstörten alle Argumente der Ketzer und Gottesleugner.
Diese gewaltige wissenschaftliche Bewegung war für die Schia bahnbrechend und wegweisend. Die Bewegung fand ein solches Ausmaß, dass der Glaube an das Imamat (Führerschaft) von Imam Reza gleichgesetzt wurde mit seinem Glauben an all die anderen Imame. Sekten wie die Waghefiyah und Fathiyah, die an sechs Imame glauben oder an das Imamat von Abdullah Aftah haben ihren Ursprung in der sozialen Lage der vergangenen Imame gehabt, als die Gewaltherrscher und Böswilligen scharf gegen das Imamat der Nachkommenschaft des Propheten des Islam vorgingen.

b. Reza –gegrüßt sei er
Schiiten und freidenkende Muslime haben nach der Herrschaftszeit von Imam Ali und seinem ehrwürdigen Sohn Imam Mudjtaba –gegrüßt seien sie- stets die Hoffnung getragen, dass die Nachkommenschaft des Propheten, Ahl-ul Beyt, wieder die Herrschaft gewinnen. Um diesen Wunsch zu realisieren, haben sie Kämpfe ausgetragen; das zeigte sich z.B. in Form blutiger Aufstände, wie den von Zeyd bin Ali und dem Märtyrer Fakh. Sie gaben ihren Idealen Ausdruck und in diesem Sinne hat Abu-Moslim Khorassani die Menschen mit der Parole „Reza aus dem Hause Mohammads“ zum Kampf gegen die Umayyaden aufgerufen. Er rief seine Gegner zur Kapitulation gegenüber der Herrschaft Imam Rezas und seiner Nachkommen auf. Tabari schreibt: Abu-Moslem befahl Abi Mansur Talhe bin Razigh die Menschen dazu aufzurufen, der Nachkommenschaft des Propheten zu folgen ohne dabei einen Namen zu nennen. Seinen Gesandten, die er zu seinem Gegner Nasr bin Sayyar schickte, gab er den Rat: Ruft ihn zur Schrift Gottes und Gehorsam gegenüber Imam Reza aus dem Hause des Propheten auf. Es wurde sogar eine Fahne gehisst, auf der dieses Banner aufgezeichnet war, damit die Menschen diesem Kampf als den gewählten Weg der Nachkommenschaft des Propheten befolgen und sich ihnen anschließen, was von Seiten der Bürger dann auch geschah. Dann bemerkten sie aber, dass die Führung von Leuten an sich gerissen wurde, die ihre Ziele und Ideale weit entfernt von denen des Propheten und seiner Nachkommenschaft gesetzt hatten. Als dann über die Thronfolge Imam Rezas gesprochen und in seinem Namen Münzen geprägt wurden, haben die Schiiten und die Anhänger der Ahl-ul Beyt ihren wahren Führer wieder gefunden und mit Leib und Seele gefühlt, dass dies jener Imam Reza aus dem Hause des Propheten ist. Ein weiterer Grund für die Namensgebung ist, dass sowohl Freund und Feind als auch Anhänger und Gegner sich seiner Würde und seinem Kalifat gebeugt haben und er von allen akzeptiert wurde. Daher nannte man ihn Reza, den Zufriedenen, denn die Muslime haben sich als zufrieden erklärt, in dem sie ihm die Gefolgschaft versprachen. Aus manchen Überlieferungen geht auch hervor, dass Gott ihn Reza nannte, was aber mit der vorigen Begründung nicht im Widerspruch steht. Man kann annehmen, dass auch Gott darüber zufrieden war, dass der Imam die Nachfolge als Kalif angetreten hat, was deutlich aus der Überlieferung hervor geht. Bazanti erzählt: Ich habe Imam Dschawad –gegrüßt sei er- gefragt: „Manche eurer Gegner würden annehmen, Ma`mun habe euren geehrten Vater Reza genannt, weil er sich bereit erklärte, die Thronfolge anzutreten.“ Imam Dschawad antwortete aber: „Bei Gott, das ist gelogen. Gott hat ihn Reza genannt, denn er hat Gott im Himmel und den Propheten und die Imame zufrieden gestellt.“ Daraufhin sagte Bazanti: „Ich frage seine Hochwürden: Ist es nicht so, dass jeder Ihrer geehrten Vorfahren von Gott und dem Propheten und seinen nachfolgenden Imamen geehrt werden? Warum hat man dann nur euren geehrten Vater Reza genannt.“ Der Imam antwortete: „Denn auch seine Feinde haben ihm zugestimmt, sowie auch seine Anhänger sich für ihn entschieden hatten und aus dieser Perspektive hat sich Imam Reza von seinen Vorfahren unterschieden. So wurde er „Reza“ genannt.“

c. Saber:
Im heiligen Koran wird die Geduld als wichtigster Baustein des Imamat und der Würde zu diesem Amt gepriesen. Im Koran heißt es: Wir haben ihnen Führer und Herrscher ernannt, die auf unseren Befehl die Führung übernahmen, weil sie geduldig waren.
Im Leben vom Imam Reza –gegrüßt sei er- sehen wir sehr deutlich, wie diese Tugend in seinem Leben innerlich praktiziert wurde. Hier zwei Beispiele:

1. Weitsicht und Weisheit Imam Rezas –gegrüßt sei er- haben Ma`mun von seinen Zielen abgehalten. Imam Reza selbst gewann an Ansehen. Daher versuchte Ma`mun sich rächen; er ließ den Imam beobachten, um dann zum geeigneten Zeitpunkt gegen ihn vorzugehen. Sadugh schreibt dazu: Ma`mun hat Hoscham bin Ibrahim als Spion und Torwächter des Imam in Dienst gestellt; niemand fand Zugang zum Imam außer jene, die man gewähren ließ. Der Imam wurde so abgegrenzt, dass seine Anhänger ihn nicht mehr besuchen konnten und es wurde in seinem Hause kein Wort gesprochen, das dann nicht später von Hoscham an Ma`mun und „Zol-Ryasateyn“ (der Mann mit zwei Ämtern) weitergegeben wurde.
2. Aba-Salat Herawi sagt: Als der Imam in Sarakhs im Gefängnis war und ich in der Stadt verweilte, wollte ich ihn besuchen und fragte so den Wärter um Erlaubnis: Dieser sagte: Der Imam ist tief im Gebet und daher könne ich ihn besuchen. Ich bat ihn, meine Botschaft an den Imam weiterzugeben und mir einen Besuchstermin zu geben. Da erlaubte mir der Imam einzutreten. Er saß nachdenklich auf seinem Gebetsteppich. Ich sagte seiner Hochwürden: Das Gerücht befindet sich im Umlauf, dass die Menschen eure Geschöpfe sind. Der Imam erwiderte: O du Herr aller Himmel und Erden und du Wissender über alles Verborgene und Offene. Du bist mein Zeuge, dass ich das niemals behauptet habe. Ich habe von meinen Ahnen gehört: Du bist wissend über das Unrecht, das uns von diesem Volk widerfährt.
Das waren Auszüge aus Schwierigkeiten und Problemen, die sich dem Imam in den Weg stellten und er sie mit seiner besonderen Geduld ertrug. Gottes Segen und Gruß jenem hochwürdigen Imam, der am 11. Dhu l-qaʿda im Jahr 148 auf die Welt kam und der im Dorf Sanabad beigesetzt wurde; Segen gebührt ihm bis zum Tag der Auferstehung, wo er den Pilgern seiner Grabstätte entgegenkommen und für sie Fürbitte sprechen wird. In Erwartung dieses Tages!  
Besucherzahlen:418
 
Sei der Erste der kommentiert
 
امتیاز دهی
 
 

نظر شما
Name
E-Mail
Webseite
Kommentar
...